Die Paleo-Ernährung: Ernährungsform aus vergangenen Zeiten

In den letzten Monaten macht sich ein Trend breit, der immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die Paleo-Ernährung findet einen großen Anklang und das nicht nur im Rahmen für ein Training zum Aufbau der Muskeln. Auch Menschen, die in ihrem Alltag keine Zeit für Sport haben, nutzen diese Ernährungsform für sich.

Was bedeutet Paleo?

Die Bezeichnung „Paleo“ steht für eine Ernährungsform, die sich an die ursprüngliche Ernährung der Menschen in der Steinzeit anlehnt. Das Prinzip ist relativ einfach. Die artgerechte Ernährung, die der Mensch vom Ursprung an zu sich genommen hat, besteht aus den Komponenten Gemüse, Tierprodukte, Obst und Wasser. Sowohl Getreide als auch Hülsenfrüchte sowie künstliche Kohlenhydrate werden bei Paleo nicht eingenommen.

Die Ernährungsform gilt als besonders gesund, da sie sich an den ursprünglichen Bedürfnissen des Menschen orientiert. Kritiker jedoch regen an, dass der Mensch sich im Laufe der Zeit weiter entwickelt und an die neue Ernährung angepasst hat. Fakt ist: Paleo bringt sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich.

Was soll die Paleo-Ernährung bewirken?

Ziel der Ernährung nach Paleo ist es, den Körper mit den Lebensmitteln zu versorgen, die er braucht. Das bedeutet, er erhält ausschließlich die Lebensmittel, die für Gesundheit, Fitness und ein langes Leben stehen. Wer sich dauerhaft nach Paleo ernährt, der soll ein optimales Gewicht haben, sich bester Gesundheit erfreuen und deutlich leistungsfähiger sein. Die Ernährung orientiert sich dabei an den Vorfahren des Menschen zu den Zeiten, als es noch Jäger und Sammler gab. Sie setzt sich zusammen aus den Lebensmitteln:

Fleisch
Fisch
Meeresfrüchte
Obst
Gemüse
Nüsse
Eier

Wo liegen die Probleme bei der Paleo-Ernährung

Diese Ernährungsform eignet sich im Grunde für jeden Menschen, da sie auf die ursprüngliche Ernährung der Spezies Mensch zurückgeht. Allerdings leiden heute viele Menschen an Unverträglichkeiten gegenüber verschiedenen Nahrungsmitteln. Wer kein Obst verträgt, der kann sich wichtige Vitamine und Nährstoffe im Rahmen von Paleo schon einmal nicht zuführen. Zudem ist es so, dass die Menschen in der Steinzeit nicht überall dasselbe gegessen haben. Das heißt, der Körper hat sich lediglich auf die Nahrungsmittel eingestellt, die es in dem eigenen Lebensraum gab.

Das bedeutet, die Vorgaben der Paleo-Ernährung können in diesem Rahmen gar nicht auf alle Menschen zutreffen. Besser ist es, sich für eine individuelle Diät zu entscheiden, die auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Eines der Argumente für diese Ernährungsform ist, dass die Natur sie so vorgesehen hat und der Mensch auf diese Weise besonders gesund, fit und fortpflanzungsfähig ist. Im Rahmen verschiedener Untersuchungen wurde jedoch festgestellt, dass die Bevölkerungsexplosion erst dann stattfand, als der Mensch begonnen hat, Getreide anzubauen.

Aber: Der Grundsatz der Ernährung ist für den Körper und auch für den Geist des Menschen von Vorteil, da hier der vollständige Verzicht auf Zucker, Aromen und Konservierungsstoffen zugrunde liegt.

Das sind die Vorteile der Paleo-Ernährung

Einige Lebensmittelgruppen sind in dieser Ernährungsform nicht vorgesehen. Dazu gehören sowohl das Getreide als auch die Hülsenfrüchte. Diese Lebensmittel sind reich an Kohlenhydraten und gelten unter anderem als Unterstütze für Krankheiten, wie Diabetes, Erkrankungen des Stoffwechsels oder auch Multipler Sklerose. Wer nun also damit beginnt, sich nach Paleo zu ernähren, der kann seinen Körper im Schutz vor diesen Krankheiten bestärken.

Achtung: Liegt bereits eine dieser Krankheiten vor, so ist Paleo keine medizinische Ernährung, die eine Krankheit verschwinden lassen kann.

Auch als gesunde Diät eignet sich Paleo hervorragend. So haben Untersuchungen über Jahre hinweg ergeben, dass dieser Weg sehr gut funktioniert. Nicolai Worm ist ein deutscher Ernährungswissenschaftler, der die Form der Paleo-Ernährung deutschlandweit bekannt macht und diese auch offen als Möglichkeit zur Nahrungsaufnahme immer wieder ausspricht. Nachweislich wirkt sich diese Form der Ernährung positiv auf den Stoffwechsel aus und sorgt dafür, dass Fett verbrannt und Energie zur Verfügung gestellt wird.

Das sind die Grundsätze der Ernährungsform

Jede Diät oder jede Ernährungsform hat gewisse Grundsätze, die als Grundlage für die Zusammenstellung von einem Ernährungsplan zu sehen sind. Dies ist auch bei Paleo nicht anders. Der Speiseplan setzt sich aus den oben genannten Produkten zusammen. Zudem gibt es einige Punkte, an die sich gehalten werden sollte, damit die Ernährung Erfolge zeigt.

steinzeit diät fastfood

Diese Punkte sind:

Verzicht auf Zucker
Zucker ist in der Paleo-Ernährung nicht vorgesehen. Gerade am Anfang fällt der Verzicht schwer und es können Entzugserscheinungen auftreten. Doch mit der Zeit gewöhnt sich der Körper an die Nahrung ohne Zucker.
Verzicht auf Getreide
Getreide sowie Mais und Reis dürfen nicht auf dem Plan stehen. Grund hierfür ist, dass Getreide vor allem aus Kohlenhydraten besteht und sonst nur wenige Nährstoffe liefert.
Verzicht auf Fett aus Pflanzen
Margarine ist gesund? Öle von der Sonnenblume oder vom Raps dürfen nicht fehlen? Bei Paleo schon. Bis auf Kokosöl und Olivenöl sollten Fette ausschließlich dann genutzt werden, wenn sie von Tieren stammen. Der Grund: Tierische Fette können vom menschlichen Körper besser verarbeitet werden und sind reich an guten Fettsäuren.
Obst in Maßen
Es scheint verlockend, so viel Obst essen zu können, wie man möchte. Dabei sollte jedoch nicht vergessen werden, dass Obst natürlichen Zucker enthält, der als Fett im Körper abgelagert werden kann. Auch die Fruchtsäure kann sich negativ auf den Körper auswirken.
Ernährung nach der Paleo-Pyramide

Wer sich einen Plan nach den Grundsätzen von Paleo zusammenstellen möchte, der kann einen Blick auf die Paleo-Pyramide werfen. Die Basis der Pyramide stellt das Gemüse dar. Dies kann besonders reichlich eingenommen werden. Es ist eine Quelle für Ballaststoffe und liefert pflanzliche Sekundärstoffe. Zudem regt es die Verdauung an, sorgt für einen guten Stoffwechsel und ein erhöhtes Wohlbefinden.

Auch Fleisch stellt eine Basis dar. Es versorgt den Menschen mit Proteinen und gesunden Fetten. Voraussetzung ist, dass es sich um Fleisch von Tieren handelt, die mit einem natürlichen Futter und frei von Antibiotika aufgezogen werden.

Fisch und Meeresfrüchte können ebenfalls konsumiert werden. Sie liefern Omega-3-Fettsäuren und stehen zwar nicht täglich aber doch bis zu dreimal pro Woche auf dem Ernährungsplan bei Paleo. Hier eine Doku die alles nochmal in Videoform wieder gibt:

Eier sind echte Sattmacher und Lieferanten für Nährstoffe, wie Fett, Proteine und Vitamine. Sie sollten von freilaufenden Hühnern stammen und immer wieder in den Plan mit aufgenommen werden.

Die nächste Stufe der Pyramide ist das Obst. Es dient als Lieferant von Vitaminen und von Ballaststoffen. Durch den hohen Anteil an Fruchtzucker sollte es jedoch nur in Maßen eingenommen werden.

Als Süßungsmittel und Zuckerersatz kann in geringen Mengen Honig verwendet werden. Auch Ahornsirup ist in der Ernährung vorgesehen.